In Österreich ist der Mazagran heute kaum mehr jemandem ein Begriff – dabei handelt es sich um eine traditionsreiche Kaffee-Spezialität, die einst fixer Bestandteil der heimischen Kaffeehauskultur war. In anderen Ländern hat sich das Getränk weiterentwickelt – dort meint Mazagran heute oft etwas völlig anderes: von Cold Brew mit Zitrone bis zu Softdrink-Kombinationen ist alles dabei. In diesem Beitrag holen wir das österreichische Original vor den Vorhang, zeigen, wie man ihn ganz einfach zubereiten kann und erklären alles Wissenswerte rund um Herkunft, Varianten und passende Kaffeebohnen.
Der Mazagran ist ein erfrischendes Kaffeegetränk, das ursprünglich aus schwarzem Kaffee, Eiswürfeln und einem Schuss Alkohol besteht. Serviert wird er klassischerweise in einem hohen Glas – das Getränk erinnert optisch fast an einen Longdrink. Geschmacklich vereint der Mazagran die Tiefe eines Wiener Mokkas mit der leichten, belebenden Note eines Sommerdrinks. Der Name „Mazagran“ geht vermutlich auf ein gleichnamiges Fort in Algerien zurück. Dort sollen französische Soldaten während der Belagerung im 19. Jahrhundert ihren heißen Kaffee notgedrungen mit kaltem Wasser oder Alkohol getrunken haben – weil Milch und heißes Wasser fehlten. Was zunächst als Improvisation begann, entwickelte sich zu einer eleganten Kaffeekreation mit zahlreichen Varianten.
Was macht den Mazagran besonders? Es ist das Zusammenspiel aus kräftigem Kaffee, den kalten Eiswürfeln und dem angemessen kleinen Schuss Alkohol. Anders als bei Cold Brew oder Eiskaffee liegt der Fokus hier nicht auf Süße, sondern auf angenehmer Frische – der Mazagran ist definitiv ein Kaffee für Erwachsene. Varianten mit Zitrone, Soda oder Likör zeigen, wie wandelbar das Grundrezept ist, doch allen gemein ist: Die Basis bildet stets ein hochwertiger, intensiver Kaffee.
Zutaten:
Zubereitung:
Tipp vom fabia Profi-Barista: Damit sich mit der Kälte der Eiswürfel und der Wärme des Kaffees kein Hitzeschock im Glas bildet, sollte der Kaffee nicht direkt aus der Kaffeemaschine kommen, sondern nach der Extraktion kurz stehen gelassen werden – etwa 20–30 Sekunden reichen. So bleibt der Geschmack rund und der Glasrand unversehrt.
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Zutaten:
Zubereitung:
Tipp vom fabia Profi-Barista: Wer es besonders erfrischend möchte, kann das Glas vorab im Tiefkühler vorkühlen. Wichtig ist, dass die Zitronenscheiben ungespritzt und frisch sind – sie sind für das einzigartige portugiesische Mazagran-Aroma entscheidend.
Für einen Mazagran braucht es einen Kaffee mit Substanz – kräftig, aber nicht bitter, klar im Geschmack und stabil in der Struktur. Der fabia WIENER MOKKA ist daher prädestiniert für die Zubereitung eines Mazagran: Er besteht zu 100 % aus Arabica-Bohnen, wird in der fabia Manufaktur in Hallwang bei Salzburg im schonenden Trommelröstverfahren veredelt und besitzt ein markantes Aroma mit feinen Noten von Karamell. Besonders für kalte Zubereitungsarten wie den Mazagran eignet sich der WIENER MOKKA, weil er durch seine ausgewogene Röstung weder zu sauer noch zu flach wirkt. Der volle Geschmack ausgewählter Hochlandbohnen bleibt auch in Kombination mit Eis oder Zitrone klar erkennbar.
Tipp vom fabia Profi-Barista: Verwende für kalte Kaffee-Spezialitäten stets frisch zubereiteten Kaffee – aber lass ihn ein paar Sekunden ruhen, bevor er auf Eis gegossen wird. So bleibt die Struktur erhalten, und der Geschmack entfaltet sich optimal.
Die Ursprünge des Mazagran reichen zurück in das 19. Jahrhundert – genauer gesagt ins Jahr 1840, zur Zeit der französischen Kolonialtruppen in Algerien. In der Festung Mazagran soll der erste Mix aus Kaffee und Wasser oder Alkohol entstanden sein. Die Soldaten hatten weder Milch noch Zucker zur Verfügung – improvisierten jedoch mit dem, was da war.
Was als Notlösung begann, fand schnell Einzug in die Pariser Kaffeehäuser. Dort wurde der Mazagran ab den 1850er-Jahren kalt serviert, meist mit Eis und einem Schuss Likör. Die elegante Präsentation im hohen Glas machte ihn rasch zum Sommerhit der Bourgeoisie. In Österreich war der Mazagran vor allem in den 1950er- und 60er-Jahren ein beliebtes Kaffeegetränk. Später geriet er in Vergessenheit – vermutlich, weil andere kalte Kaffees wie Eiskaffee oder Cold Brew modischer wurden. Heute erlebt der Mazagran eine kleine Renaissance – vor allem bei jenen, die Wert auf Kaffeevielfalt und handwerkliche Zubereitung legen. Er ist kein Mainstream-Getränk, aber ein echter Geheimtipp.
Serviert wird der Mazagran typischerweise in einem hohen, schlanken Glas. Eiswürfel sind ein Muss – ebenso wie die klare Struktur des Kaffees. Ob mit Likör, Zitrone oder schlicht mit etwas Zucker: Der Mazagran ist ein Getränk für bewussten Genuss. Kein Milchschaum, kein Schlagobers, keine Schokodeko – nur Kaffee, Kälte und ein klares Aromaprofil. In Österreich ist der Mazagran heute kaum mehr auf den gängigen Kaffeekarten zu finden – ein paar traditionsbewusste Kaffeehäuser, vor allem in Wien, führen ihn aber noch.
Neben dem WIENER MOKKA bietet fabia eine Auswahl an charaktervollen Sorten für jede Zubereitungsart. Der WIENER WERTE besticht durch seine Bio-Fairtrade-Mischung mit lieblich-sanftem Aroma. Der WIENER CREME eignet sich mit seiner feinen Säure und der weichen Crema ideal für Melange und Cappuccino. Der WIENER KLASSIK ist ein Allrounder für alle klassischen Zubereitungen. Und mit dem WIENER MODERNE liefert fabia einen sanften Frühstückskaffee.
Alle Sorten stammen aus der fabia Rösterei in Hallwang bei Salzburg. Dort wird bei maximal 215 Grad im Trommelröstverfahren gearbeitet – langsam, schonend und mit viel Erfahrung. Die Bohnen dürfen nach dem Rösten ausruhen und reifen, bevor sie sorgfältig verpackt werden.
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